Es wird ein Haufen Geld dafür aufgewendet und keine Mühen gescheut, um aus allen möglichen Ländern Superfoods einzukaufen. Aber warum in die Ferne schweifen, wenn hierzulande doch auch nährstoffreiche und dazu noch kostenlose Superfoods bzw. Wildpflanzen, wie zum Beispiel unsere heimische Brennessel wachsen?

Die Brennessel enthält bis zu 40% Protein in Trockenmasse und auch der restliche Nährstoffgehalt kann sich sehen lassen. So enthält sie fast dreimal so viel Eisen, mehr als sechsmal soviel Calcium, das Doppelte an Magnesium und die zehnfache Menge an Vitamin C wie Spinat. Aber auch größere Mengen an Vitamin A und D sind in dieser wunderbaren Pflanze enthalten.

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Die Brennnessel wird zur Entschlackung verwendet und soll die Leber anregen. Darüber hinaus soll sie Verdauungsprobleme lindern, den Blutzuckerspiegel ausgleichen, gegen Arthritis und Harnwegsinfekten helfen und Blasen-und Nierensteinen vorbeugen. Auch stärkt sie die Abwehrkräfte, senkt den Blutdruck und wird bei Impotenz und Unfruchtbarkeit eingesetzt. Ein absolutes Allround-Talent also! Dazu schmeckt sie auch noch äußerst mild und köstlich. Du kannst praktisch jeden Teil dieser Wunderpflanze essen.

Damit Du die Brennnessel auch schmerzfrei verzehren kannst, kannst Du sie in Smoothies, Suppen oder Säften verwenden. Auch Salaten kannst Du Brennnesseln beigeben. Dabei ist es wichtig, dass Du die Haare der Brennnessel brichst. Das kannst Du am Besten, indem Du sie auf ein Brett legst und kurz mit einem Nudelholz über sie rollst.

Aber was tun im Winter? Ganz einfach, Du erntest sie irgendwann zwischen Frühjahr und Herbst und trocknest sie. So kannst Du ein absolut gesundes Superfoodpulver aus diesem königlichen Gewächs herstellen. Am Besten Du erntest im Wald oder in Parks, möglichst dort, wo wenig Leute unterwegs sind. Ich würde auch nicht direkt am Wegesrand pflücken sondern ein paar Meter in das Gebüsch hinein gehen. Nehme dafür unbedingt Handschuhe und eine große Plastiktüte mit und bedanke Dich anschließend bei Mutter Erde für ihre Gaben.

Um Brennnesselpulver herzustellen, trocknest Du die Brennnesseln am Besten in einem Dörrgerät. Wenn Du keines besitzt, kannst Du die Brennnesseln auch an den Stängeln zusammenbinden und kopfüber aufhängen. Nach ein paar Tagen sollten sie dann auch getrocknet sein. Nun kannst Du die getrockneten Brennnesseln im Mixer oder in der Küchenmaschine fein vermahlen und anschließend in ein wiederverschraubbares Glas geben.

Das Brennnesselpulver kannst Du für Salate, in Smoothies oder generell zum Würzen verwenden. Wenn Du es in Rohkostqualität bestellst, zahlst Du mal eben über 50 Euro für 1 Kilo. Also warum nicht einfach selber ernten und trocknen, wenn die Natur uns eh schon mit dieser wundervollen Pflanze beschenkt hat?

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