Es spielt nicht nur eine Rolle, welche Nahrung wir zu uns nehmen, sondern auch auf welche Weise. Wie du sicherlich schon weißt, ist Fasten die effektivste Methode, um den Körper zu reinigen und von eingelagerten Giftstoffen zu befreien. Aber das Fasten fällt nicht jedem leicht und auch für mich ist es manchmal eine große Herausforderung. Und was macht es überhaupt für einen Sinn, sich die ganze Zeit mit ungesundem Essen vollzustopfen, um sich dann durch das Fasten wieder davon zu befreien? Viel besser wäre es doch sich gleich möglichst natürlich zu ernähren, um sich nicht ganz so oft den heilsamen Fastenperioden unterziehen zu müssen. Aus diesem Grund habe ich die unten beschriebene Art der Nahrungsaufnahme in mein Leben integriert, wodurch sich mein Zustand noch mehr verbessert hat und ich möchte dir unbedingt empfehlen, das ebenfalls auszuprobieren.

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Diese Form der Nahrungsaufnahme wird üblicherweise intermittierendes Fasten genannt. Beim intermittierendem Fasten wird zum Beispiel einmal in der Woche nur mittags etwas gegessen und es wird dann mit der nächsten Nahrungsaufnahme 24 Stunden, eben wieder bis mittags, gewartet. So wird dem Körper die Gelegenheit gegeben, die ansonsten benötigte Energie für die Verdauung, für die Reinigung des Körpers aufzuwenden. Doch wir können diese Art des Fastens auch zu einem Lifestyle entwickeln, indem wir uns dazu entscheiden, nur für einige Stunden am Tag Nahrung zu uns zu nehmen. Denkst du denn, dass die Menschen früher tatsächlich dazu in der Lage waren fünfmal am Tag Essen zu sich zu nehmen? Es wurde auf die Jagd gegangen oder es wurden Früchte und Kräuter gesammelt und das hat auch seine Zeit gedauert. Dreimal am Tag mit vollen Händen zurückzukehren war mit Sicherheit nicht möglich und es dauerte ja auch immer seine Zeit, bis die Nahrung nach der Ausschau gehalten, gefunden wurde.

Ich habe nun meine Ernährung seit sechs Wochen zu dieser Art der Nahrungsaufnahme umgestellt und die Ergebnisse, von denen ich gleich nochberichten werde, sind erstaunlich

Ich esse bis 12:00 Uhr morgens gar nichts und dann beginne ich meist mit einer Monomahlzeit Früchten. Manchmal sind dies Feigen, manchmal Bananen, Orangen oder was gerade saisonal und regional verfügbar ist. Wenn mein Sohn gegen 13:30 nach Hause kommt, essen wir oft einen großen Salat mit viel Grünem, Wildkräutern und zum Beispiel Hanfsaaten. Dies ist meine Hauptmahlzeit. Eigentlich bin ich dann schon satt, aber kurz vor 16:00 Uhr gönne ich mir dann zum Beispiel ein paar Tomaten mit Kräutern oder Ähnliches. Das muss aber eigentlich nicht sein, weil nun sofort wahrgenommen werden kann, dass der Körper eigentlich immer weniger Hunger hat, die Sättigung viel schneller eintritt, der Magen sich verkleinert und somit auch die Portionen immer kleiner werden. Zusätzlich trinke ich aber auch gesiebte grüne Gemüsesäfte aus Wildkräutern, Sellerie und Gurke in der Früh, da es mir sehr wichtig ist, genügend Chlorophyll zu mir zu nehmen. Hier mehr dazu, warum Grüne Säfte gut für dich sind.

Warum eigentlich genau  von 12-16:00 Uhr?

Der Körper ist bis 12:00 Uhr in einer Reinigungsphase, und wenn du isst, unterbrichst du ihn dabei. Ich esse ab 16:00 Uhr nichts mehr, da ich früh ins Bett gehe und dann einen komplett leeren Magen haben möchte. Du kannst natürlich auch die Zeiten etwas variieren und von 13-17:00 Uhr oder von 14-18:00 Uhr Nahrung zu dir nehmen.

Warum ist Fasten eigentlich so gesund?

In dem Moment, in dem du fastest, muss der Körper keine Energie mehr für die Verdauung aufwenden. Normalerweise benötigt er hierzu circa 70 % seiner Energie. Fällt die Verdauung weg, muss natürlich auch keine Energie mehr eingesetzt werden und so ist der Körper in der Lage diese Energie für das Aufräumen, Entschlacken und Entgiften einzusetzen. Das tut der Körper übrigens auch in der Nacht, deshalb ist es so wichtig, mit leerem Magen ins Bett zu gehen. Da wir in einer Zeit leben, in der unsere Umwelt stark belastest ist und wir unreines Wasser, Nahrung, Luft und Schadstoffe über den Verdauungstrakt, der Lunge und der Haut aufnehmen, ist es wichtig, über den Schlaf hinaus zu fasten. Wir benötigen nicht so viel Nahrung, wie uns die Medien und Wissenschaften weiß machen wollen. Im Gegenteil, wer weniger in seinem Leben isst, (aber dafür das Richtige!) lebt länger und bleibt auch länger gesund. Hier mehr darüber warum Fasten so heilsam ist.

Ein weiterer Faktor, der für das Fasten spricht, ist, dass die Portionen, die du vor dem Fasten zu dir genommen hast nun wesentlich kleiner werden und dich somit umstellst und auch bemerkst, dass dir auch eigentlich ein Viertel dieser Portion genügen würde und du dennoch über mehr Energie verfügst. So kannst du auch deinen Körper vor zu mengenmäßigem Verzehr schützen und er kann leichter verdauen.

Außerdem werden durch das Fasten Parasiten, Bakterien, Viren und auch Pilze ausgehungert. Denn wenn der Körper keine Nahrung abzugeben hat, werden auch diese Kleinstlebewesen ausgehungert und auch das führt zu mehr Wohlbefinden und Energie.

Und das hat sich bei mir verändert, nachdem ich auf eine Nahrungsaufnahme zwischen 12:00 und 16:00 umgestellt habe:

  • Tiefer, erholsamer Schlaf – ich fühle mich morgens noch ausgeruhter und schlafe durch
  • Noch bessere Stimmung und sogar noch mehr Energie
  • Ich konnte Essenssüchte überwinden, indem ich verzichtete und ich habe keine Heißhungerattacken mehr – Hier findest du heraus, warum du Heißhungerattacken hast
  • Ich habe erst einmal noch an Gewicht verloren – dies dauert aber nur so lange an, bis ein passendes Gewicht für deinen Körper erreicht wurde, nach einigen Wochen stoppt die Gewichtsabnahme
  • Ich empfinde eine noch größere Dankbarkeit und Wertschätzung für das Essen, da ich mich viel mehr auf das Essen freue und ich es wirklich genieße
  • Der Zugang zu meiner Intuition hat sich erhöht
  • Ich habe mich dadurch noch mehr verjüngt

 

Es ergeben sich daraus aber noch weitere Vorteile:

  • Du sparst einen Haufen Geld, da du viel weniger Essen einkaufen musst
  • Du erhöhst deine Gesundheit um ein Vielfaches
  • Du hast weniger Arbeit in der Küche, musst weniger planen, zubereiten, einkaufen und sauber machen

Allerdings gibt es auch einen Nachteil: Die Menge von köstlichen roh-veganen Gerichten, Salaten und Früchten, die du essen kannst, verringert sich erheblich, da dein Magen immer kleiner wird. Am Anfang kaufte ich noch normal ein, wie halt bevor ich mich so ernährte und ich musste mehr als die Hälfte meines Obstes und Gemüses wegschmeißen, weil ich einfach nicht mehr geschafft hatte, so viel zu essen – und nein nicht nur wegen der vier Stunden, in denen ich aß – auch weil ich einfach zu einer Mahlzeit viel weniger zu mir nahm. Und dennoch kannst du in dieser Zeitspanne so viel essen wie du willst, aber der Magen füllt sich eben auch schneller.

Es ist eigentlich ganz einfach – trinke den Tag über, wann du willst, Wasser und grüne Säfte (obwohl du sehr schnell bemerken wirst, dass du kaum noch Wasser benötigst), überspringe einfach Frühstück und Abendessen und esse in der Zeitperiode von 12-16:00 so viel Rohkost, wie dir lieb ist. Sollte dir die Zeitspanne von vier Stunden absolut nicht ausreichen, dann kannst du ja auch mit sechs oder acht Stunden beginnen und dich dann langsam steigern.

Dies ist eine von mehreren Möglichkeiten zu fasten und wenn du merkst, dass es dir gut tut und dir hilft, kannst du es in deinen Lifestyle integrieren und so wie ich, dich nur auf diese Weise ernähren. Und ich bin mir sicher, dein Körper wird bald wieder ein Tempel sein, in dem die Seele gerne wohnt.