Vor etwa einer Woche bekam ich vom lieben Waldi von Gartentreffpunkt.de ein Päckchen voller wohlschmeckender und heilsamen Yacon-beziehungsweise Inkawurzeln geschickt. Dafür bin ich ihm unglaublich dankbar. Natürlich öffnete ich das Päckchen sofort, wusch eine der Wurzeln und biss sofort hinein. Ich war überrascht, wie köstlich sie doch schmeckt, denn ihr Aussehen lässt nicht vermuten, dass sich so ein leckerer, leicht süßlicher Geschmack dahinter verbirgt. Auch für Rohköstler ist diese zarte Wurzel geeignet, denn du kannst sie einfach wie einen Apfel essen, oder beispielsweise in einem Salat verarbeiten. Auch gedörrt als Pommes haben sie mir sehr gut geschmeckt.

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Die Yacon- beziehungsweise Inka-Wurzel, (Smallanthus Sonchifolius) stammt aus den Anden und wurde bereits von den Inkas angebaut. Sie war ein Grundnahrungsmittel und in den Gräbern der Inkas wurde sie als Grabbeigabe gefunden. Da diese köstliche Wurzel aber sehr anpassungsfähig ist, wird sie heutzutage auch in anderen Ländern, so auch in Deutschland in der Pfalz, bei Waldi angebaut.

Von der Pflanze werden die Knollen genutzt, diese können jedoch geschält werden, da die Schale leicht bitter schmecken kann. Das besondere an der Inkawurzel ist, dass sie nicht aus Stärke, sondern Inulin besteht. Daher ziehst du die größten Vorteile aus der Wurzel, wenn du sie roh verzehrst. Inulin bewirkt im Gegensatz zur Stärke keinen Anstieg des Blutzuckerspiegels und ist daher auch bestens für Diabetiker geeignet. Unverdauliche Kohlenhydrate regen den Stoffwechsel an und reduzieren das Hungergefühl, weshalb sie auch zum Abnehmen eingesetzt werden kann. Durch ihren natürlichen Gehalt an Präbiotika unterstützt sie beim Aufbau einer gesunden Darmflora und die Aufnahme der Nahrung wird somit verbessert. Eine Studie belegte bereits, dass der Verzehr der Wurzel ein wirksamer Schutz gegen Dickdarmtumore sein kann. Sie ist reich an Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium, Vitamin B1, B2, Vitamin C, zahlreichen Antioxidantien und Präbiotika. Die Wurzel ist sehr saftig und kann roh in Salaten, Smoothies, als rohe Pommes oder einfach so genossen werden.

 

Damit du sie gleich einmal zubereiten kannst, habe ich dir ein kleines Rezept für einen Inka-Rohkost-Salat vorbereitet:

 

 

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Inka-Rohkostsalat mit Zitronensahnedressing

Zutaten:

  • 4 mittelgroße Inkawurzeln, geraspelt (wenn du magst, kannst du sie auch schälen)
  • 2 kleine Karotten, geraspelt
  • 2 Handvoll von einem leicht bitteren Salat, zum Beispiel Löwenzahn, Zuckerhut oder Endiviensalat
  • 1 Handvoll Sprossen
  • 1 rote Paprika, in Streifen oder Ringe geschnitten
  • 1 Gurke, in dünne Scheiben gehobelt
  • 20 Schnittlauchhalme, in dünne Röllchen geschnitten
  • 80 g Cashewnüsse, eingeweicht
  • Saft einer großen Zitrone
  • 5 EL Wasser
  • 1 TL Honig oder ein veganes Süßungsmittel
  • etwas Salz
  • etwas Pfeffer

Zubereitung:

  1. Inkawurzeln, Karotten, Salat, Sprossen, Paprika, Gurken und Schnittlauchhalme in eine Salatschüssel geben.
  2. Die Cashewnüsse gründlich mit kaltem Wasser abspülen und anschließend mit dem Wasser, dem Süßungsmittel und dem Zitronensaft im Hochleistungsmixer zu einer gleichmäßigen Creme verarbeiten. Gegebenenfalls muss noch etwas Wasser hinzugefügt werden, wenn sich die Cashewkerne nicht gleichmäßig mixen lassen.
  3. Die Creme mit Salz, Pfeffer, Süßungsmittel und Zitronensaft abschmecken.
  4. Die Creme mit dem Salat vermischen.

 

Die Inkawurzeln werden von Waldi vom Garten-Treffpunkt.de selbst in Bioqualität angebaut. Hier findest du mehr Info und kannst sie auch bestellen.

 

Hier geht es zu einem Inkawurzel-Rezeptbuch