Hast du jemals in der Natur beobachtet, dass wild lebende Tiere keine Lust haben aufzustehen oder gar nicht hochkommen, weil sie beispielsweise Migräne haben? Sie bleiben nicht bis zehn Uhr im Bett und das auch nicht am Sonntag, um auszuschlafen. Sie brauchen auch keinen Kaffee oder Tee oder eine Semmel, damit sie überhaupt bereit sind, den Tag zu erleben. Sie jammern nicht rum, dass sie die ganze Woche schon so früh aufgestanden sind und daher jetzt endlich mal ausschlafen wollen. Nein, die tagaktiven Tiere erwachen schon kurz bevor die Sonne aufgeht, beziehungsweise werden aktiv und nichts kann sie davon abhalten. Sie lieben das Licht und die Wärme, die ihnen die Sonne gibt und empfangen das Signal, dass es Zeit ist, sich zu bewegen.

Sonnenaufgang

Worin liegt nun der Unterschied zu uns Menschen? Warum kommt es für die Tiere gar nicht in Frage, morgens lange herumzuliegen und den Tagesanbruch zu verschlafen? Warum fällt es den meisten Menschen so schwer aufzustehen und dabei den ganzen Tag aktiv zu sein?

Nun, wenn wir unseren Tagesablauf mit dem der freiliebenden Tiere vergleichen, dann fällt uns schnell auf, dass wir eigentlich nie bei Sonnenuntergang ins Bett gehen oder uns zumindest zurückziehen, wir uns mit künstlichem Licht bestrahlen und dafür lieber den wunderbaren Tagesanbruch verschlafen, der uns eine magische Energie beschert. In der Tierwelt schaut das anders aus: Bei oder kurz vor Sonnenuntergang ziehen sich die Tiere langsam in ihre Höhlen und Verstecke zurück und verhalten sich eher passiv. Bei oder kurz vor Sonnenaufgang kommen sie aus ihren Verstecken, um den Tagesanbruch zu erleben und werden aktiv. Auch hier richten sich die Tiere nach der Jahreszeit. So ziehen sie sich im Winter mehr zurück, um Kräfte zu schonen und im Sommer werden sie umso aktiver.

Im Sommer stehe ich oft um vier Uhr in der früh auf, weil mein Körper mich einfach weckt und den Tag erleben will. Dies war nicht immer so. Vor meiner Umstellung auf vegane Rohkost schlief ich sogar im Sommer und an Sonntagen bis mindestens acht Uhr und lag dann noch meist bis um neun faul im Bett herum. Mit der Rohkost fing mein Körper an, eine enorme Freude mit dem frühen Aufstehen zu verbinden. Diese Energie am Morgen ist unvergleichlich schön und wenn ich mich dann auf dem Balkon setze, um die Pflanzen und Tiere wahrzunehmen, empfinde ich sie geradezu als heilig. Wie könnte ich da nur freiwillig länger im Bett bleiben? Aber auch im Winter haben sich meine Zeiten verändert. Im Winter schlafe ich meist bis halb sechs und beobachte bis zum Sonnenaufgang meist die Natur oder meditiere. So passt sich mein Körper immer mehr dem Rhythmus der Natur an.

Auch meine Ins-Bett-Geh-Zeiten haben sich verändert. So gehe ich im Sommer meist um halb zehn bis zehn ins Bett und im Winter oft um acht. Es ist auch nicht immer so, dass ich immer schlafe. Nein, ich  komme einfach zur Ruhe und Dinge wie Computer, Handy und andere elektronische Geräte werden ausgeschaltet. Auch lesen möchte ich um diese Zeit nicht mehr, denn die Natur lehrt uns, dass es Zeit ist, nach innen zu schauen und dafür nutze ich diese Zeit gerne. Ich spüre, wie gut dies meinem Körper gut und er läuft den ganzen Tag auf Hochtouren. Aufzustehen, wenn der Körper von der Natur geweckt wird und schlafen zu gehen, beziehungsweise passiv zu werden, wenn der Körper diese Signale erhält, tut unglaublich gut und du fällst in einen tiefen, erholsamen und nahezu heiligen Schlaf.

Durch die Ernährung mit veganer Rohkost entsteht dieser Wunsch sich nach dem Rhythmus der Natur zu richten von ganz alleine und du wirst dein Leben ohne Druck von alleine so umgestalten, dass du dich immer mehr an diesen Rhythmen angleichst. Du wirst voller Freude ins Bett gehen und mit noch größerer Freude aufstehen, um deinen Tag zu erleben.

 

 

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