Viele Menschen gehen davon aus, dass ihnen Nüsse und Saaten nicht gut tun. Oftmals liegt es aber gar nicht an einer Unverträglichkeit oder gar an einer Allergie, sondern einfach an den Enzymhemmern die in den potentiellen Nährstoffbomben enthalten sind.

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Nüsse, Saaten und Getreide enthalten Phytinsäure. Diese wird benötigt, um Phosphat zu speichern, ohne das kein Keimling sprießen kann. Das Problem ist hier aber, dass Phytinsäure zum einen Verdauungsenzyme blockiert, was dann eben auch zu Völlegefühl, Müdigkeit und anderen Beschwerden führen kann. Zum anderen bindet Phytinsäure Mineralien wie zum Beispiel Magnesium und Calcium unlöslich, so dass diese nicht mehr vom Körper aufgenommen werden können und somit über kurz oder lang ein Mangel an Mineralien entstehen kann. Ausschließlich Wiederkäuer können Phytinsäure verdauen.

Beim Keimprozess wird der Samenkorn mit Wasser und Wärme versorgt, dabei wird im Korn das Enzym Phytase gebildet, welches die Phytinsäure abbaut. Hier wird jetzt der gespeicherte Phosphor freigesetzt, welche der Keimling für seinen Wachstum benötigt. Wenn wir Nüsse einweichen, ahmen wir den Keimprozess nach und dabei wird ebenfalls ein Großteil der Phytinsäure durch die Phytase abgebaut. Ist die Phytinsäure dann erst einmal abgebaut, kommen wir an die wahren Schätze der Nuss heran. Einweichzeiten hier

Die Natur macht das, damit Samen in aller Ruhe darauf warten können, bis sie mit Wasser in Verbindung kommen und dadurch neue Pflanzen entstehen.

Mein persönlicher Tipp ist: Nüsse, Saaten oder auch Getreide kaufen, alles einweichen, im Dörrgerät trocknen und dann in verschraubbare Einmachgläser füllen. Somit hast du immer genügend Nüsse auf Vorrat und ersparst dir das lästige Einweichen. Achtung: Die eingeweichten und getrockneten Nüsse, Saaten und Getreide bitte innerhalb eines Monats verwenden.

 

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