
Nüsse kannst du leicht bekömmlich machen
Viele Menschen gehen davon aus, dass Nüsse und Saaten nicht gut für sie sind oder dass sie sogar eine Allergie gegen sie haben. Oft liegt es jedoch nicht zwingend an einer Unverträglichkeit oder einer Allergie. Häufig können dabei auch Enzymhemmer eine Rolle spielen, die in Nüssen und Saaten enthalten sind. Deshalb kann es sinnvoll sein zu verstehen, warum das Einweichen von Nüssen und Saaten hilfreich sein kann.
Warum solltest du Nüsse und Saaten einweichen?
Nüsse, Saaten und Getreide enthalten Phytinsäure. Diese wird benötigt um Phosphat zu speichern, ohne das kein Keimling sprießen kann. Problematisch ist, dass Phytinsäure Verdauungsenzyme beeinflussen kann. Das kann bei manchen Menschen mit Völlegefühl oder Unwohlsein in Verbindung stehen. Zudem kann Phytinsäure Mineralstoffe wie Magnesium oder Calcium binden. Dadurch kann die Aufnahme dieser Mineralstoffe erschwert werden. Bei dauerhaft unausgewogener Ernährung kann dies langfristig eine Rolle spielen. Bestimmte Tiere, wie Wiederkäuer, können Phytinsäure besser verwerten.
Was geschieht beim Einweichen?
Beim Keimprozess wird das Samenkorn mit Wasser und Wärme versorgt. Dabei wird im Korn das Enzym Phytase gebildet. Dieses Enzym baut Phytinsäure ab. Dadurch wird der gespeicherte Phosphor freigesetzt. Dieses benötigt der Keimling für sein Wachstum. Wenn wir Nüsse einweichen, ahmen wir den Keimprozess nach. Dabei kann ebenfalls ein Großteil der Phytinsäure durch die Phytase abgebaut werden. Ist die Phytinsäure weitgehend abgebaut, werden die in der Nuss enthaltenen Nährstoffe besser zugänglich. Einweichzeiten findest du hier.
Die Natur hat diesen Mechanismus so angelegt, dass Samen in Ruhe warten können, bis sie mit Wasser in Kontakt kommen.
Mein Persönlicher Tipp
Kaufe Nüsse, Saaten oder auch Getreide und weiche alles ein. Dann trockne alles im Dörrgerät und fülle es in verschraubbare Einmachgläser. So hast du immer genügend Nüsse auf Vorrat und ersparst dir das lästige Einweichen. Achtung: Eingeweichte und getrocknete Nüsse, Saaten und Getreide empfehle ich, innerhalb eines Monats zu verbrauchen.

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